Netzwerk Kirchenreform - Thursday, 9. February 2012
Druckversion der Seite: Kirchliches Gebäude- und Immobilienmanagement
URL: kum.netzwerkkirchenreform.de/immobilienmanagement.html

Kirche und Immobilien

Kirchliches Gebäude- und Immobilienmanagement

 

Pfr. Friedhelm Schneider

Die Kirche in Deutschland erlebt derzeit eine Zäsur: man blickt zurück auf satte und sorglose Jahrzehnte. Blickt man nach vorne begegnet man Prognosen immer magerer werdender Zeiten und einschneidender Änderungen. Noch aber – so urteilt mancher Experte – klagt die Kirche auf hohem Niveau. Noch kann sie einen Teil des weiteren Weges beeinflussen – so oder so, positiv oder negativ. Sie kann damit nicht die Großwetterlage der Globalisierung ändern, die mittlerweile hierzulande alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens den Zwängen des Neoliberalismus konfrontiert. Sie kann aber – und das ist die Chance – ihre Handlungsmöglichkeiten aus eigener Kraft für längere Zeit verteidigen und behaupten. Dies – und nur dies und nicht mehr! - kann aber nur gelingen mit einer die eigenen Potenziale – wir reden in diesem Zusammenhang von den materiellen Potenzialen - optimal im Sinne kirchlicher Ziele nutzt: Ganzheitliche transparente Ressourcensteuerung auf Gemeindeebene – (k)ein Wunschtraum?!

 

Tipps für das Ressourcenmanagement

Kirchliche Gebäude und Immobilien sind in vieler Hinsicht von strategischer Bedeutung. Auch in finanzieller Hinsicht: hier sind durch einzelne Entscheidungen oft und schnell Beträge in der Höhe der Kollekteneinnahmen vieler Jahre gewonnen – oder aber verloren! Das besondere Augenmerk lohnt also. Und oft hilft schon ein wenig Information. Daher richtet K.IM.(R) für den Newsletter die Rubrik „Der aktuelle Tipp“ ein. Diese wird monatlich um einen aktuellen Beitrag ergänzt: Tipps für das Ressourcenmanagement.

 

Friedhelm Schneider

Die laufenden Ausgaben für Gebäude sind meist deutlich höher als vermutet. In unseren Untersuchungen sind sie doppelt so hoch wie die Kosten der Bauunterhaltung! So bergen gerade die Betriebskosten deutliche Potenziale zur Kostensenkung ohne Wirkungsverlust. Unsere Erfahrung: ein Potenzial von 20% der bisherigen Ausgaben für den Gebäudebetrieb ist durchaus realisierbar. Ziel ist: die gemeindlichen Ressourcen besser zu nutzen, die Immobilien als Ressourcen kirchlicher Arbeit zu nutzen. Weitere Informationen unter: www.k-im.net.

 

Kirchliches Immobilienmanagement. Zukunftsweisender Umgang mit kirchlichen Gebäuden

Friedhelm Schneider
Kirchliches Immobilienmanagement
Zukunftsweisender Umgang mit kirchlichen Gebäuden

Veränderung und Umbruch prägen Kirchen und Gemeinden in der Stadt, aber zunehmend auch auf dem Land. Der Kampf um die Verteilung abnehmender Mittel hat eingesetzt und die Kirchengemeinden erreicht: Einschnitte in Personal- und Sachhaushalte sind bereits vollzogen. Die Bauunterhaltung wird angesichts wachsender Eigenanteile an der Finanzierung und schrumpfender Rücklagen immer mühsamer. Wird die Ressource Gebäude zur Last? Durch die Finanzkrise ist in der Kirche ein Veränderungsprozess in Gang gekommen, von dem der überwiegend autonome Immobilienbereich zunächst weitgehend ausgespart war. Kommunale Beispiele belegen, dass der Immobilienbereich durch ein immobilienwirtschaftliches Management einen nicht unbeträchtlichen Beitrag zur Haushaltsentlastung leisten kann. Dorthin führt letztlich nur ein Weg: der partielle Wissensmonopole auflösende Weg der Transparenz. Transparenz schafft ein kennzifferngestütztes und damit am Kriterium der Wirtschaftlichkeit ausgerichtetes Controllingsystem, dessen Leistungsfähigkeit durch die Ableitung aus dem kirchlichen Zielsystem und zusätzliche Orientierung an den Wirkungen garantiert und optimiert wird. Das Buch ist 2004 im Verlag Das Beispiel GmbH erschienen: Kirchliches Immobilienmanagement.

 

Buchbesprechungen von Hartmut Schmidt (epd), Uta Pohl-Patalong (Lernort Gemeinde, 2/2006) und Hans-Joachim Güttler (gb-intern, Herbst 2005) unter: www.k-im.net/01Buch1.html.